Skip to content

Professionalität mit Fingerspitzengefühl:
Social-Media-Betreuung der Gewaltschutzzentren Österreichs

Die Gewaltschutzzentren Österreichs traten mit dem Wunsch an uns heran, ihre Arbeit sichtbarer zu machen – dort, wo heute viele Gespräche beginnen: in der Welt der sozialen Medien. Was das zuallererst bedeutete? Den Auftakt eines spannenden Prozesses des gemeinsamen Hinhörens, Herantastens und Gestaltens. Und Social-Media-Arbeit mit gesellschaftlicher Relevanz, die uns sowohl konzeptionell als auch kreativ motivierte.

9 Bundesländer –
1 gemeinsamer Social-Media-Auftritt

Am Beginn stand die Entwicklung einer digitalen Strategieempfehlung. Was folgte, war eine der größten Herausforderungen: Ein gemeinsames Ziel zu definieren, das von allen getragen wird. Ansprüche, Wünsche und Grenzen der Social-Media-Arbeit für die Gewaltschutzzentren mussten sorgfältig eruiert werden.

„Wir wünschen uns einen professionellen gemeinsamen Auftritt“: So schließlich die große Entscheidung zum weiteren Vorgehen, die sich im Laufe von intensiven Workshops und Einzelgesprächen geformt hatte. Uns zeigte das indirekt: Ein Streben nach Zusammenhalt. Direkt bedeutete das für uns als Grazer Agentur zusätzlich:
Wir müssen uns jetzt sehr gut mit allen Gewaltschutzzentren österreichweit absprechen.

Der Start: Die Zusammenlegung

Bestehende Social-Media-Accounts auf Facebook und Instagram sollten also zu einem zusammengelegt werden. Dahinter stand ein vielschichtiger Prozess, der folgende Aspekte umfasste:

  • Analyse der Ist-Situation: Erfassung aller bestehenden Accounts und Zugriffsrechte
  • Technische Zusammenlegung: Zusammenführung der Seiten auf Facebook und Instagram
  • Koordination von Ablauf und weiteren Schritten: Erstellung eines Zeitplans, Abstimmung und klare Kommunikation des Übergangs


Parallel dazu sorgten wir für eine inhaltliche Begleitung, um den Übergang für alle Beteiligten reibungslos und transparent zu gestalten.

Der Prozess: Dialog & Workshops

Für uns wurde schnell klar: Gewaltschutz ist ein sensibles, vielschichtiges Thema, das von uns nicht nur ein hohes Maß an Professionalität verlangt, sondern vor allem eines: Behutsamkeit. Achtsamkeit im Detail. Kontinuierlichen Austausch mit Expert:innen vom Fach. Genau dieser setzte sich in Workshops und Beratungen fort, die wir den Gewaltschutzzentren-Mitarbeiter:innen anboten – zu Canva, zum Werbeanzeigenmanager und zur Meta Business Suite.

Design, Design, Design: Der visuelle Auftritt

Freundlich, hell und einladend: Das Design für den Social-Media-Auftritt sollte in minimalistischer Formensprache wirken, die Raum für Inhalte lässt, die sensibel und vielschichtig sind. Denn auch gestalterisch galt: weniger laute Bilder, mehr bewusste Klarheit. Das visuelle Erscheinungsbild entstand dabei auf Basis der bestehenden CI-Richtlinien.

(Bewegt-)Bild im Blick

Um die entwickelte Bildsprache konsequent fortzuführen, wurden Fotos und Videos gezielt auf das visuelle Konzept abgestimmt. Helle, natürliche Lichtstimmungen, ruhige Bildkompositionen und authentische Szenen schaffen eine freundliche und vertrauensvolle Atmosphäre. Statt auf starke Inszenierung oder plakative Effekte zu setzen, liegt der Fokus auf echten Momenten, klaren Perspektiven und einer zurückhaltenden Ästhetik. So entstehen Inhalte, die Nähe vermitteln, Orientierung geben und die sensiblen Themen des Angebots respektvoll begleiten. Die reduzierte visuelle Gestaltung sorgt dafür, dass die Menschen, ihre Geschichten und die vermittelten Inhalte im Mittelpunkt stehen – sowohl in statischen Bildern als auch in bewegten Formaten für Social Media und digitale Kommunikationskanäle.

Die Herausforderung?

Der sichtbaren Sprache der Marke folgte: Die tatsächliche Sprache. Und damit eine nächste große Challenge: Die Kunst der richtigen Worte – das Wording. Und die Kommunikation ganz allgemein. Denn in einem großen Team mit vielen Blickwinkeln tat sich die leise, aber bestimmte Frage auf: Wie spricht man in einem digitalen Resonanzraum über Gewaltschutz? Wie erreicht man Menschen, ohne sie zu überfordern? Was kommunizieren wir – und wie? Intern, wie extern. Unterschiedliche Perspektiven wollen in Einklang gebracht, ein funktionierender Workflow gewährleistet, komplexe Inhalte mit viel Einfühlungsvermögen koordiniert und professionell aufbereitet werden. Dem nahmen wir uns an – und gingen auf Tuchfühlung.

Unsere Lösung?

Der bekannten Plakativität der schnelllebigen sozialen Sphären setzten wir einen feinen Kontrahenten entgegen: Ein Wording, das auf leise Aufmerksamkeit setzt – unaufgeregt, aber nachhaltig wirkungsvoll. Die Angebote der Gewaltschutzzentren werden nicht nur sichtbar, sondern vor allem verständlich, nahbar und klar transportiert. In Bildern wie auch in Worten. Klar strukturiert sind auch die internen Prozessabläufe, die unsere gemeinsame Abstimmungsarbeit erleichtern. Ein monatlicher Jour fixe ermöglicht es zudem, To-dos und offene Fragen abzuklären und festzulegen, welche Themen wir vermitteln möchten.

Man könnte zusammenfassend sagen: Die Social-Media-Betreuung der Gewaltschutzzentren ist ebenso anspruchs- wie bedeutungsvoll. Doch genau in dieser Vielstimmigkeit liegt auch eine Stärke: Ein Projekt, das uns nicht nur herausfordert, sondern auch berührt – und zeigt, wie Kommunikation Brücken bauen kann: zwischen Bundesländern, zwischen Disziplinen und vor allem – zwischen Menschen.